rund ums schreiben

 

 

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Humor gehört zu unserem Leben. Und was sollen unsere Romane widerspiegeln, wenn nicht das Leben selbst? Daher wundert es wenig, dass Humor in vielen Büchern zu finden ist. Er ist diese besondere Würze, die einem Gericht das gewisse Etwas verleiht. Oder bei der falschen Dosierung alles ruiniert.

Auf den ersten Blick scheint der Humor etwas Intuitives zu sein. Entweder man hat ihn, oder man hat ihn nicht. Andererseits gibt es bestimmte Techniken, die einem helfen sollen, humorvoll zu schreiben und ein Gespür dafür zu entwickeln. Funktioniert das tatsächlich?


Der Weg zu einem Gag
Ähnlich wie das szenische Schreiben durch bestimmte Techniken besser zur Geltung kommen kann (das berühmte „Show Don’t Tell“ z. B.), so existieren auch im Comedy-Bereich gewisse Regeln, die dem Autor helfen, einen guten Witz aufzubauen. Eine der wichtigsten Thesen ist dabei: „Die Pointe gehört nach hinten“. Auch wenn der Witz nur aus einem Satz besteht (der so genannte Oneliner), muss das Wort, welches das Lachen erzeugt, so spät wie möglich auftauchen. Am besten ganz am Ende des Satzes.

Hier sind wir wieder beim Spannungsaufbau: Erst wenn die Spannung auf dem Höhepunkt ist und der Leser vor Neugier platzt, wie das jetzt ausgehen könnte, sorgt die überraschende Wendung am Ende für ein erlösendes Lachen. Schaut man sich einige Witze an, so kann man genau sehen, dass viele genau nach diesem Prinzip funktionieren: „Ein Amerikaner, ein Franzose und ein Deutscher …“ Was passiert weiter? Egal, um welches Thema es geht, werden die ersten zwei versuchen, einander zu übertrumpfen, und erst der dritte setzt dem Ganzen die Krone auf und löst das Lachen aus.

Der Aufbau der Spannung ist also wie beim Plotten eines jeden Romans eine der wichtigsten Taktiken.


humorvoll schreibenAnleitung zum Üben
Man kann durchaus lernen, humorvoll zu schreiben. Bei einigen klappt es mit der intuitiven Unterstützung etwas besser, andere benötigen mehr Übung. Doch mit der Zeit kann man sich auf jeden Fall die notwendigen Techniken aneignen, um die eigenen Texte durch Humor zu erweitern. Dabei helfen folgende Leitsätze:

- Den eigenen Humor erforschen. Worüber lacht man selbst am meisten? Welche Art von Humor liegt einem am nächsten? Wobei fühlt man sich dagegen unwohl?

- Mut zum Probieren. In der Übungsphase ist es wichtig, jeden Einfall zuzulassen. Erst wenn man überhaupt etwas hat, kann man daran feilen.

- Mit einfachen Sachen anfangen: Zum Beispiel die bekannten Redewendungen so umzuschreiben, dass sie für eine Überraschung sorgen: „Wer im Glashaus sitzt …“ – „ … sollte im Keller pinkeln.“

- Fühlt man sich etwas sicherer, ist es an der Zeit, die geschriebenen Witze und Humor-Einschübe bei den Testlesern auszuprobieren. Dabei ist es leichter, wenn man nicht gleich mit einem „lustigen Frauenbuch“ ankommt, sondern zuerst nur hin und wieder mit dem Humor einer Figur arbeitet. Denn wenn er bei dem Leser nicht funktioniert, ist es nicht so gravierend, weil der Text an sich keinen Comedy-Anspruch hat

- Figuren, Orte, Ereignisse ausbauen und mit überraschenden Wendungen arbeiten. Die Gegenüberstellung dessen, was der Leser erwartet zu dem, was dabei am unmöglichsten erscheint, ist eine gute Grundlage, um das Feeling für komische Figuren und Situationen auszuarbeiten.

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